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Generalanzeiger Bonn online vom 16. August 2017

 

Spektakel am Gerätehaus der Feuerwehr Kripp

Bundeswehr schenkt der Feuerwehr Kripp zwei Boote

Foto:Martin Gausmann
Mit einem Kran werden die beiden Boote vom Tieflader geholt und am Gerätehaus aufgestellt.

REMAGEN. Mit zwei Tiefladern wurden sie angeliefert: Zwei Bundeswehrboote sind in den Dienst der Remagener Wehr überführt worden. Die Wehrleute wollen die ihnen kostenlos überlassenen Boote aufarbeiten und auf dem Rhein einsetzen.

Von Victor Francke, 16.08.2017

Es war ein kleines Spektakel, das sich am Montagabend am Gerätehaus der Kripper Feuerwehr abspielte: Mit zwei Tiefladern wurden zwei Bundeswehrboote angeliefert, die in den Dienst der Remagener Wehr überführt werden sollen. Die jeweils 7,50 Meter langen und vier Tonnen schweren Schiffe verfügen über eine hohe Schub- und Schleppkraft. Die Feuerwehr will sie aufarbeiten und dann am Rhein zu Wasser lassen. Gekostet haben die Boote nichts.

Zahlreiche Wehrangehörige hatten sich am Abend – meist mit Kameras bewaffnet – an der Feuerwache getroffen und warteten auf die Ankunft der Bundeswehr-Geschenke. Als sich dann zwei große Tieflader der Remagener Baufirma Wahl dem Gelände näherten, war eine Art Bescherung angesagt.

„Zwei Jahre haben wir dafür gekämpft“, so Ingo Wolf von der Kripper Wehr. Der Präsident des „Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr“ zeigte Verständnis für das Anliegen der Remagener Rettungskräfte und stellte die beiden Schiffe, mit denen bislang Pioniere Pontons verlegt haben, in Abstimmung mit dem Bundesverteidigungsministerium kostenlos zur Verfügung. Nicht nur das: Die Bundeswehr half gar bei der Verladung der Boote in Koblenz und stellte einen Kran zur Verfügung, so wie die Baufirma Wahl für den kostenlosen Transport von Koblenz nach Kripp gesorgt hatte.

Mit den leistungsstarken Booten sollen in Zukunft beispielsweise festgefahrene Motorboote und Segeljachten aus etwaigen misslichen Lagen befreit werden. Bis es soweit ist, müssen die Wasserfahrzeuge umgebaut werden. Das machen die Kripper Wehrleute in Eigenregie.

Da eines der Schiffe nicht mehr so ganz intakt ist, wird es zunächst als Ersatzteillager verwendet, das andere Schiff soll indes gründlich auf Vordermann gebracht werden. Im Frühjahr, so hofft man in Kripp, könnte das Boot bereits – neben dem bereits vorhandenen Rettungsboot – seinen Dienst zwischen Bad Breisig und Rolandswerth aufnehmen.